Venezianischer Karottenkuchen

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Meine liebe Omi hat immer gesagt: Wenn meine lieben Kinderlein keine Karotten in der roten Spaghetti-Sauce wollen (damit gemeint war die Bolognese, die sie damit etwas “gesünder” kochen wollte), dann muss man sie eben austricksen und das Gemüse so klein schneiden, dass es meine lieben kleinen Kinderlein nicht bemerken.
Denkste! Denn die lieben Kinderlein sind ja schlau und fanden damals sogar das kleinste Karottenstückchen ;)

Das selbe “Problem” habe ich heute mit meinem lieben Mitesser.
ER MAG EINFACH KEINE KAROTTEN!
Kann ich zwar nicht verstehen, hat uns doch die liebe Omi die Karotten so schmackhaft in die Bolognese eingerührt. Aber anscheinend muss auch ich mit Tricks arbeiten, um dem lieben Mitesser die schmackhaften Karotten etwas schmackhafter zu machen! Im Übrigen bin ich heute – als Erwachsene – Fan von jeder Art von Gemüse. Außer von Pilzen. Das ist aber eine andere Geschichte …

Um in diesem Fall also – wie damals meine liebe Omi – nicht zu scheitern, bin ich die Sache anders angegangen. Den Kuchen habe ich wie im Rezept von Nigella Lawson beschrieben gebacken und den lieben Mitesser natürlich bereits mit dem süßen Duft des noch warmen Kuchens aus seiner Reserve gelockt. Hübsch angerichtet und mit viel Zucker bestreut, damit er die winzig kleinen Karottenstückchen nicht gleich zu Beginn bemerken konnte, servierte ich ihm meinen “Venezianischen Kuchen”.
Nach den ersten Bissen fragte ich ihn, wie ihm der Kuchen denn schmeckte.
Wunderbar, war seine Antwort.
HA! Das war mein Zeichen, um ihn über den Sachverhalt aufzuklären. Lieber Schatz, da ist was drinnen, das du nicht ganz so sehr magst.
Ein etwas verdutzter Blick, dann vorsichtig fragend: Karotten?
Ähm, naja also, JA! Der Kuchen heißt nämlich Venezianischer Karottenkuchen.
A H A … aber … mh, der schmeckt gar nicht so schlecht!
Julia machte innerlich einen Luftsprung!
Schatz, und noch was: Rosinen sind da auch drin ;) (Anmerkung der Hobbyköchin: Die mag er auch nicht ganz so sehr …!)

Zutaten
150 g Zucker
125 ml neutrales Öl
1 Pkg. Vanillezucker
3 Eier
4 mittelgroße Karotten
Saft einer Zitrone
1 Prise Muskatnuss
1 Prise Salz
200 g geriebene Mandeln
1 Handvoll Rosinen (in Rum eingelegt, wenn vorhanden, ansonsten trockene Rosinen)
50 g Pinienkerne

Zubereitung
Karotten waschen, die Enden abschneiden und klein raspeln.
Für den Teig Zucker, Vanillezucker und Öl mit einem Schneebesen verrühren. Eier nach und nach einrühren. Mandeln, Zitronensaft, Salz und Muskatnuss unterheben. Die Karotten ausdrücken und mit den Rosinen in den Teig einrühren. Sollte der Teig zu flüssig sein, einfach etwas Mehl hinzufügen. Masse in eine befettete, bemehlte Tortenform füllen, mit den Pinienkernen bestreuen und im Backofen bei 180 °C 30 bis 40 Minuten goldbraun backen und noch warm mit Staubzucker bestreut servieren.

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